Schmuck Design Frankfurt
Amethyst

Steine erzählen Geschichten

Steine kommen aus dem verborgenen Erdreich und haben einen langen Entwicklungsweg hinter sich, bis sie gefunden und verarbeitet werden. Schaut man die Steine zunächst von außen an, so scheint es, als wollten sie ihr großes Geheimnis hüten und für sich behalten: sie zeigen sich dem Betrachter daher erstmal von ihrer grauen und nicht immer ansprechenden Seite. Lässt man sich aber auf Steine ein und findet einen Zugang zu ihnen, so stellt man überrascht fest, dass sich ihre wahre Schönheit in ihrem Inneren verbirgt: sie können dem Betrachter spannende Geschichten erzählen.


Carneol

Farbe: orangerot bis dunkelrot, teilweise gestreift
Vorkommen: Hauptfundorte liegen in Südafrika, Brasilien, Uruguay, Botswana und Indien
Bedeutung: den Namen erhielt der Carneol durch das lateinische Wort 'corneolus', da er an eine Kirsche erinnert.
Historische Überlieferung: der Carneol zählt zu den wertvollsten Schmucksteinen der Antike. Die Ägypter pflegten diesen Stein als einen Stein der Erneuerung und Treue bei sich zu tragen. Die Pharaonen schrieben diesem Stein göttliche Kraft zu, mit der sie sich gerne schmückten.

Chrysokoll

Farbe: blau-grün bis türkis, selten blau
Vorkommen: Bedeutende Chrysokoll-Vorkommen sind in Arizona/USA, Peru und Namibia
Bedeutung: Chrysokoll kommt aus dem Griechischen und bedeutet 'Goldleim' (chryso = gold, kolla = Leim)

Fluorit

Farbe: der Fluorit kann entweder farblos oder auch in allen Farben des Regenbogens erscheinen.
Vorkommen: Spanien, England, USA, Mexico und vor allem in China
Bedeutung: Der Stein hat seinen Namen von der latinisierten Form des Wortes 'Flußspat' (fluere = fließen)

Lapislazuli

Farbe: In rohem Zustand ist der Lapilazuli matt und tief dunkelblau; durch enthaltene Eisenanteile entstehen goldfarbene Pyriteinschlüsse.
Vorkommen: kleinere Fundorte liegen in Chile und der Sowjetunion. 95% der Lapislazuli-Funde stammen jedoch aus Afghanistan, dessen Farbe auch am kräftigsten ist.
Bedeutung: Seinen Namen erhielt der Stein durch das arabishe Wort 'azul' (blau/Himmel) und das lateinische Wort Lapis (Stein). Durch die Einschlüsse von Pyrit-Körnchen gleicht der Lapislazuli einem funkelnden Sternenhimmel in der Nacht. Bereits in Mesopotamien und Ägypten galt er als 'Stein der Herrscher' und wurde für kultische zwecke verwendet.

Mondstein

Farbe: weiß, bläulich, orange, grau
Vorkommen: Bedeutende Mondstein-Vorkommen befinden sich in Sri Lanka und Indien, weitere Fundorte liegen in Brasilien, USA und Madagaskar
Historische Überlieferung: bei den alten Griechen und Römern spielte der Mondstein eine bedeutende Rolle als Kraftstein, der die Eigenschaften des Mondes auf die Erde verstärken sollte. Er wurde nicht nur als magischer Schutz- und Heilstein verehrt, sondern sollte auch vor Krankheiten bewahren. In arabischen Ländern gilt der Mondstein auch heute noch als Familienstein, der besonders bei Frauen Fruchtbarkeit und Kinderreichtum bewirken soll. In Europa wurde der Mondstein erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts als Edelstein populär.

Prasem

Farbe: verschiedene Grünschattierungen, teilweise mit schwarzen Einschlüssen. Der Prasem wird auch häufig als afrikanische Jade bezeichnet.
Vorkommen: primär auf der Kykladen-Insel Serifos/Griechenland sowie in Südafrika und Australien
Historische Überlieferung: In der geschichtlichen Überlieferung taucht er eher als Schutz- oder Heilstein auf (so wurde z.B. der Tempel des Apollo im griech. Delphi aus reinem Prasem erbaut).